Erst war es der Renner in der Fachliteratur, dann in vielen populärwissenschaftlichen Zeitschriften und erreichte schließlich auch Illustrierte und Tageszeitungen – die Übertragung von Stuhl zur Heilung von Krankheiten: Reizdarm, Allergien und Übergewicht waren im Gespräch. In ärztlichen Kreisen sah man die Sache schnell anders. Außer in lebensbedrohlichen Fällen von Clostridium difficile-Infektionen, die auch mit Antibiotika nicht mehr in den Griff zu bekommen waren, sollte nach Leitlinie kein Stuhltransfer vorgenommen werden. Ein Blick in die Statistik zeigt: Das sind nicht mehr als ein paar hundert Fälle pro Jahr.

Insgesamt rückt man immer weiter vom Einsatz des Stuhltransfers weg. Auf der aktuellen Tagung der DGMIM in Stuttgart Ende September wurden mehr kritische Stimmen laut denn je. Die oft zitierten Studien wurden sehr kritisch diskutiert und die Wertigkeit der Evidenz relativiert. Zudem mehren sich Berichte über fehlende Nachhaltigkeit der Behandlung.
In diesem Sinne wird im AMT schon länger diskutiert.

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